Frauen brechen auf!

Frauenfrühstück der ASF Friedrichshain-Kreuzberg

„Frauen brechen auf!“ Das ist das Motto des diesjährigen Internationalen Frauentags. Die ASF Friedrichshain-Kreuzberg hat ihr traditionelles Frauenfrühstück am 5. März 2016 ausgerichtet. 35 Frauen aus ganz unterschiedlichen Zusammenhängen waren gekommen, um gemeinsam den Frauentag zu feiern, so zum Beispiel die Frauen des HDB, der AG Migration, der Tauschbörse oder der Caritas.

 „Die SPD hat in diesem Jahr das Jahr der Frauen ausgerufen. Zahlreiche wichtige Gesetzgebungsvorhaben stehen an. Es ist wichtig, dass nun endlich die Reform des Sexualstrafrechts angegangen wird. Die ASF Friedrichshain-Kreuzberg setzt sich seit Jahren für einen besseren Gewaltschutz ein. Darüber hinaus fordern wir, dass sexuelle Belästigung zu einem eigenständigen Straftatbestand wird“, führte die ASF-Kreisvorsitzende Martina Hartleib aus.

 
ASF Friedrichshain-Kreuzberg Frauenfrühstück
 
 

„Wir müssen in diesem Jahr besonders an die Frauen auf der Flucht denken“, sagte die SPD-Kreisvorsitzende Julia Schimeta. „Wir wollen Kontingente für Flüchtlinge, damit Frauen und Kinder nicht mehr über das Meer und über die Balkan-Route auf einem für sie extrem gefährlichen Weg hierher kommen müssen. Die SPD ist der Auffassung, dass Frauen und Kinder eine ganz wichtige Rolle bei der Integration spielen. Eine Aussetzung des Familiennachzugs macht daher aus unserer Sicht gar keinen Sinn“.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Cansel Kiziltepe betont in ihrem Beitrag, dass sie gegen das Asylpaket II gestimmt habe. Insbesondere die Aussetzung des Familiennachzugs sei dafür ausschlaggebend gewesen. „In der Frauenpolitik haben wir im Bund in den vergangenen Jahren wichtige Erfolge erzielt“, sagte sie weiterhin. „Wir haben die gesetzliche Frauenquote eingeführt. Wir haben das ElterngeldPlus eingeführt. Wir haben erreicht, dass Mütter mehr Rentenpunkte für ihre Kinder angerechnet bekommen. Zusätzlich haben wir erreicht, dass der steuerliche Freibetrag für Alleinerziehende angehoben wird.“ Ganz wichtig sei ihr auch das Gender-Budgeting. Hier habe sie zusammen mit der ASF einen Antrag eingebracht, der inzwischen der SPD-Bundestagsfraktion zur Beratung vorliege.

Die Spitzenkandidatin für das Abgeordnetenhaus Dr. Susanne Kitschun erklärte, welche wichtigen Erfolge im Gewaltschutz in Berlin erreicht worden seien: „Es ist uns gelungen, eine Gewaltschutzambulanz bei der Charité einzurichten. Nun können sich dort Opfer von Gewalt und Vergewaltigung gerichtstauglich untersuchen lassen. Mit dem Haushalt 2016/2017 haben wir außerdem erstmalig Mittel für die vertrauliche Spurensicherung eingestellt. Das ist wichtig, denn oft müssen Frauen erst einmal in Ruhe überlegen, ob sie Anzeige erstatten wollen oder nicht. Besonders stolz bin ich auf die Einrichtung der Anti-Stalking-Stelle im Frieda Frauenzentrum in Friedrichshain. Damit beherbergt unser Bezirk eine sehr wichtige Einrichtung.“

Die Frauen begrüßten die wichtigen Erfolge in der Politik. „Wir haben uns sehr gefreut, dass gleich zwei Frauen in die SPD eingetreten sind“, berichtet die ASF-Kreisvorsitzende Martina Hartleib erfreut.

(Text und Foto: Martina Hartleib)

 

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