Frauen diskutieren auf der Landesfrauenkonferenz zum Thema Arbeit

Frauen diskutieren auf der Landesfrauenkonferenz zum Thema Arbeit

 
Zahlreiche Genossinnen aus ganz Berlin diskutierten anlässlich der ASF-Landesfrauenkonferenz engagiert zum Thema „Frauen in Berlin – Arbeitsmarktpolitik von Frauen für Frauen“. Nach einleitenden Worten der ASF-Landesvorsitzenden Eva Högl (MdB) hielt die stellvertretende SPD-Vorsitzende Iris Spranger das Grußwort für den Landesvorstand. Sie betonte, dass die Berliner SPD ihr Gewicht auf der Bundesebene erhöhen werde. Ein sehr wichtiges Projekt sei die Bekämpfung der  Altersarmut – ein Thema, das besonders Frauen betreffe.

In der Diskussionsrunde saßen spannende und kompetente Frauen: Barbara Loth – Staatssekretärin für Frauen in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, Mechthild Kopel – Wert.Arbeit GmbH, Nele Hess – Abteilungsleiterin Politische Planung beim DGB Berlin-Brandenburg und Magrit Zauner, Mitglied im ASF-Bundesvorstand.

Barbara Loth stellte kurz das Programm Berlin Arbeit vor und betonte, dass die Gleichstellung noch lange nicht durchgesetzt sei. Die Handlungsfelder wie Entgeltungerechtigkeit und prekäre Arbeitsverhältnisse seien klar identifiziert. Mit dem 2. Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm und dem Frauenförderungsplan für Frauen in Führungspositionen werde man die Missstände gezielt in Angriff nehmen.

Mechthild Kopel betonte u. a., dass die zunehmende Prekarisierung der Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsverhältnisse im Höchstmaß problematisch sei. Gemeint seien damit zum Beispiel die hohe Zahl an Werkverträgen und so genannten Aufstockern – und hier insbesondere die Frauen. Gute Arbeit sei besonders in den personenbezogenen Dienstleistungen wie in der Altenpflege nötig. Schließlich seien hier neben den Arbeitnehmerinnen auch die Patienten und ihre Familien von schlechten Umständen betroffen. Das Thema Arbeitsbedingungen nahm auch Nele Hirsch auf. Ein Blick in den Alltag von Frauen im Friseurhandwerk oder auch das Problem der geteilten Arbeitszeiten in Callcentern … besonders in wenig gewerkschaftlich organisierten Berufen sei die Situation prekär und eine enorme Belastung auch psychischer Natur. Sie wünsche sich von dem Programm Berlin Arbeit nicht nur die Analyse der Probleme, sondern auch konkrete Handlungsschritte. Wichtig sei aus ihrer Sicht der sozialpartnerschaftliche Dialog. Ziel müsse die Stärkung der Tarifbindung sein.

Margrit Zauner betonte die bereits umfassende Beschlussfassung zu den genannten Problemen. Es gebe kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsdefizit. Allerdings seien auch schon konkrete Schritte der SPD-Bundestagsfraktion wie zum Beispiel zur Entgeltgleichheit durchgeführt worden.

 

 

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