Bezirkspolitik beginnt vor der Haustür und geht alle an. Bezirkspolitik ist nicht geschlechtsneutral. Bezirkspolitik ist ohne die Beteiligung von Frauen defizitär. Aus diesem Grund lädt die ASF herzlich zum Frauenpolitischen Forum 2012 ein!
25. Februar 2012 von 14.00 bis 18.00 Uhr, Rathaus Charlottenburg, Festsaal im 3. OG, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin
Die Ausgangslage: Von berlinweit 23 SPD-Bezirksamtsmitgliedern sind nur vier Frauen, unter den neun SPD-Bezirksbürgermeistern befindet sich nur eine Frau. Zwar haben die SPD-Kreise ihre BVV-Wahllisten meist nach dem Reißverschlussprinzip aufgestellt, so dass sich die Fraktionen fast paritätisch zusammensetzen. Aber dieses Prinzip setzt sich nicht bei den verschiedenen Ämtern in BVV und Fraktionen fort. Nur zwei sozialdemokratische BVV-Fraktionen werden von Frauen geführt.
Das Notwendige: Weibliche Unterrepräsentanz bringt Bezirkspolitik unter Legitimationsdruck und führt zu Akzeptanzproblemen. Frauen haben andere Erfahrungen und spezifische Bedürfnisse, die sch von denen der Männer unterscheiden. In bezirkspolitische Entscheidungsprozesse sind die männliche und die weibliche Perspektive gleichermaßen einzubeziehen. Bezirkspolitik kann kaum effizient sein, wenn sie Kompetenzen und Fähigkeiten der Hälfte der Bevölkerung ausklammert.
Das frauenpolitische Forum will mit SPD-Frauen Handlungsoptionen für SPD-Frauen in den Bezirken diskutieren. Ziel ist, eine geschlechtergerechte Beteiligung an der Bezirkspolitik und insbesondere bei der Besetzung bezirkspolitischer Führungspositionen zu erreichen. In die Diskussion sollen alle Frauen mit Funktion in den SPD-Kreisvorständen, alle weiblichen SPD-Bezirksverordnete und Bezirksamtsmitglieder sowie die ASF-Kreisvorstände ihre Sicht der Dinge einbringen können. Unterstützt von Uta Kletzing (Bereichsleiterin Politik und Verwaltung bei der EAF – Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft, Mitautorin der Studie „Engagiert vor Ort“ über Kommunalpolitikerinnen) soll unter dem Motto „Was wir wissen“ zunächst eine Übersicht der aktuellen Situation in den Kreisen und zu Ergebnissen relevanter Studien gegeben werden. In einem zweiten Schritt werden drei ASF-Vertreterinnen aus den Kreisen ihre Erfahrungen bei der Besetzung bezirkspolitischer Führungspositionen berichten und daraus ein Fazit für künftige Aktivitäten ziehen.
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